Neuer Geschäftsklimaindex der Wohnungswirtschaft: Regulierungswut bedroht Geschäftslage auf dem Mietwohnungsmarkt

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.: GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.


.: Neuer Geschäftsklimaindex der Wohnungswirtschaft: Regulierungswut bedroht Geschäftslage auf dem Mietwohnungsmarkt


04.11.2013

Berlin – Das Geschäftsklima in der Wohnungswirtschaft ist im letzten Jahr um 1,5 Punkte gestiegen. Das zeigt der neue Geschäftsklimaindex des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen. Der Index ist von 2008 bis 2013 um 7,2 Punkte auf insgesamt 38,7 Punkte gestiegen. Die Wohnungsunternehmen bewerten ihre derzeitige Geschäftslage überwiegend als gut (77,3 Punkte) – sie blicken aber deutlich weniger optimistisch (5,5 Punkte) in ihre geschäftliche Zukunft.

Für die Abfrage des neuen Geschäftsklimaindexfür die Wohnungswirtschaft bittet der GdW seine rund 3.000 Wohnungsunternehmen jährlich, die aktuelle Geschäftslage einzuschätzen sowie eine Geschäftsprognose für die kommenden Jahre abzugeben. Aus den Ergebnissen wird ein einheitlicher Indikator errechnet.

"Noch ist die Geschäftslage in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft stabil", erklärte Axel Gedaschko, Präsident des GdW. So verzeichnen die rund 3.000 im GdW und seinen Regionalverbänden organisierten Wohnungsunternehmen, die rund ein Drittel des Mietwohnungsmarktes in Deutschland repräsentieren, aktuell beispielsweise eine sinkende Leerstandsquote, die Betriebskosten steigen unterdurchschnittlich, die Zahl der barrierearmen bzw. -freien Wohnungen steigt, die Energieverbräuche sinken und die Investitionen sind stabil.

"Die zunehmende Regulierungswut in der Politik dämpft jedoch die Erwartungen der Wohnungsunternehmen an die zukünftigen Geschäfte", mahnte Gedaschko. "Immer weiter steigende Baukosten, auch durch die angedachte Verschärfung der Energieeinsparverordnung im Neubau, sowie die aktuelle Diskussion um Mietendeckel und Vermögensteuer bremsen die Unternehmer aus", erklärte der GdW-Chef.

Die Geschäftserwartungen der Wohnungsunternehmen sind eng an die politischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen gebunden. "Die Politik muss unbedingt dafür sorgen, dass sich die Rahmenbedingungen insbesondere für den Wohnungsneubau keinesfalls weiter verschlechtern. Enge Regulierungen bedeuten zwangsläufig sinkende Investitionen in Wohnungsneubau und -modernisierung und führen letztendlich zu einer weiteren Verknappung des Wohnungsangebotes in Ballungsräumen und damit zu steigenden Mieten", warnte Gedaschko.

Um das Geschäftsklima in der Wohnungswirtschaft insbesondere durch ein "Anfeuern" des notwendigen Wohnungsbaus zu verbessern, muss die Politik weitere Bündnisse für den Wohnungsbau wie beispielsweise in Hamburg schmieden, Entbürokratisierung vorantreiben und Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen. Zusätzlich kann eine Verdopplung der linearen Abschreibung für Abnutzung (AfA) von 2 auf 4 Prozent weitere Impulse für den Wohnungsbau setzen.





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